Er wurde am 5.5.1888 in Lauenburg/ Pommern geboren.
Seine Eltern sind Rosa Michaelis sowie Emil, der Vater.
Am 25.9.1920 heiratete erElisa Rauermann, die am 13.2. 1895
in Windhausen bei Gandersheim geboren wurde.
1933 verliert Arnold Aron seine Arbeit als Textilhandelsvertreter.
11.11.1938 – 17.1.1939 wird er inhaftiert im KZ Buchenwald.
Anschließend ist er bis Mitte März 1939 in U-Haft im Gefängnis Rennelberg in Braunschweig.
Sein Todesdatum ist der 17.12.1944 in Braunschweig.
2009 Recherche: Jan-Hendrik Siegmund – IGS Franzsches Feld
2016 Korrekturen von URI SHANI, Kirjat Tivon/ Israel.
Sie betreffen Ehefrau und Eltern.
2025 Ergänzung von Matthias Beulke, über eigene Familienforschung:
Arnold ARON, ein pommerscher Kaufmann in Braunschweig
Geboren am 05.05.1888 in Lauenburg, Nr. 101/1888 StA Lauenburg i. Pom.
Vater: Kaufmann Emil ARON, geboren am 23.04.1849 in Schlawe,
gestorben am 24.04.1909 in Lauenburg i. Pom.
Mutter: Rosa, geb. MICHAELIS, geboren am 26.09.1847 in Belgard/Persante)
Eheschließung von Arnold Aron am 25.09.1920 in Windhausen, Kr. Gandersheim/Harz,
mit Marie Elise Friederike, geb. RÖMERMANN, geboren am13.02.1895 in Windhausen,
Nr. 4/1895 Standesamt Windhausen, Kr. Gandersheim/Harz.
Sterbedatum: 17.12.1944 im Landeskrankenhaus Braunschweig,
Nr. 5609/1944 StA Braunschweig
Das Leben von Arnold Aron steht stellvertretend für die Schicksale vieler
jüdischer Kaufleute in Deutschland während des 20. Jahrhunderts.
Geboren am 5. Mai 1888 in Lauenburg in Pommern, wuchs er in einer
Familie auf, die aktiv im Einzelhandel tätig war. Seine Eltern, Emil und
Rachel (Rosa) Aron, führten in Lauenburg eine Manufaktur- und
Modewarenhandlung am Markt 9, die das wirtschaftliche Leben der Stadt
mitprägte. In den folgenden Abschnitten wird das Leben von Arnold Aron
skizziert, das durch die politischen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts
und insbesondere durch die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im
nationalsozialistischen Deutschland gezeichnet ist.
Arnold Aron wurde in eine Familie jüdischen Glaubens geboren, vor
seiner Eheschließung konvertierte er zum christlichen Glauben. Sein
Vater, Emil Aron, kam am 23. April 1849 in Schlawe zur Welt und
verstarb am 24. April 1909 in Lauenburg. Seine Mutter, Rachel (Rosa),
geborene Michaelis, wurde am 26. September 1847 in Belgard an der
Persante geboren. Die Ehe zwischen Emil und Rachel, die am 12.
Oktober 1876 geschlossen wurde, war geprägt von der Liebe zum
Handel und dem Streben nach einem besseren Leben für ihren Sohn.
Nach dem Tod seines Vaters übernahm Arnold Aron wahrscheinlich
schon früh Verantwortung im Familienunternehmen. Nach seiner
Ausbildung begann er 1919 in Jastrow, Kreis Deutsch Krone, zu
arbeiten, um dann nach Braunschweig zu ziehen, wo er zwischen 1922
und 1930 einen eigenen Handelsbetrieb für Textilwaren und Leibwäsche
führte. Diese Zeit war geprägt von wirtschaftlichem Erfolg, aber auch von
den Spannungen, die durch die gesellschaftlichen Veränderungen in
Deutschland hervorgerufen wurden.
Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 stellte für
Arnold Aron jedoch einen dramatischen Einschnitt dar. Als Jude war ihm
die Fortführung seines Geschäfts untersagt, und er sah sich gezwungen,
seinen Lebensunterhalt als Hilfsarbeiter zu verdienen. Diese
wirtschaftlichen Einschränkungen waren nicht nur eine existenzielle
Bedrohung, sondern auch eine Demütigung für einen Mann, der sein
Leben dem Kaufmannsstand gewidmet hatte.
Mit der Zunahme des Antisemitismus in Deutschland verschärften sich
die Bedingungen für jüdische Bürger erheblich. Im November 1938
wurde Arnold Aron in einem nächtlichen Übergriff von der Gestapo
verhaftet und ins Konzentrationslager Buchenwald gebracht. Dieses
Ereignis markierte den Beginn einer schrecklichen Phase seines Lebens.
Nach seiner Entlassung am 17. Januar 1939 wurde er in die
Untersuchungshaftanstalt eingeliefert, wo er weitere Monate unter
unmenschlichen Bedingungen leiden musste. Laut Aussagen seiner
Witwe blieb er bis März 1939 in Haft, eine Erfahrung, die ihn sowohl
physisch als auch psychisch schwer belastete.
Die Verhaftung und die erlittenen Demütigungen führten zu einer
dramatischen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes. Die
körperlichen und seelischen Folgen der Inhaftierung sowie die
Lebensmittelrationierungen, die Juden in dieser Zeit auferlegt wurden,
ließen Arnold Aron immer schwächer werden.
Er lebte bis zu seinem Tod in der Wachholtzstraße 15 E. Durch die
Inhaftierung im KZ und die anschließenden Verfolgungsmaßnahmen,
gekürzte Lebensmittelzuteilungen verfiel er körperlich, dass er am
17.12.1944 er im Landeskrankenhaus Braunschweig, verstarb
